40 Jahre Skateboarding in Hamburg

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40 Jahre Skateboarding in Hamburg.

Vieles dreht sich um Olympia, um Anti-Doping und noch viel mehr um Strukturen, Verantwortlichkeiten und es wird Legitimierung diskutiert. Das ist ja für viele spannend, doch wie fing das Ganze an?
Wer genau der oder die erste Skateboarder*in in Deutschland war, ist und bleibt wohl ungeklärt. Genau so ungeklärt bleibt auch, wo sich die erste Szene gebildet hat, aber es gibt ein paar Relikte, ein paar Artefakte, die durchaus bezeugen, dass es Bedürfnisse gibt und gab, die man damit bedienen wollte.

Es ist kein großes Geheimnis, dass die meisten Initiativen privat gestartet sind: Hamburg Barmbek war damals in den späten siebziger Jahren der Geburtsort einer solchen Initiative, die sicher nicht ganz ohne kommerziellen Gedanken verlief. Ein paar Jahre später hat dann die Stadt den Trend verstanden und in Bergedorf eine Anlage bauen lassen. Was damals noch nicht so gut klappte: Das Gartenbauamt baute in Asphalt und nicht Beton.

Heute steht an gleicher Stelle ein Fertigteil-Skatepark eines bekannten Herstellers und vom einstigen „ersten öffentlich gebauten Skatepark“ ist nur noch die Grundfläche da. Schade, dass man die Relikte nicht mehr findet aber das schöne ist: Der Park wird heute noch benutzt und viele fahren ihn, obwohl er, so wie sein Vorläufer, sicher nicht Zeitgemäß sind, ist. Robert Wolff erzählt im Interview von damals und zeigt, dass die Szene sich treu bleibt und weiterhin am Rollen ist.

Was wir natürlich nicht aufklären können: Ist es wirklich der erste rein von der Stadt gebaute Skatepark in Deutschland? Leider liegen uns keine Daten zum Pfanni Hill Skatepark aus München vor, der wohl ein paar Jahre früher entstanden ist, allerdings angeblich mit Firmenkartoffelgeldern finanziert wurde. Was wir wissen: Seit den 70er Jahren gibt es eine Skateboard-Szene und zwar von Norden bis Süden in dieser Republik, die sich stätig verändert und neu erfindet.

Diese Trendsportart hat wohl ihre Magie nicht so sehr im „Neu, Modern, Trend“ sondern mehr in der Kraft sich immer wieder „neu zu erfinden“.  Schwierig für Strukturen, Amt- und Würdenträgern, ein kleines magisches zu Hause für uns.

Wir freuen uns schon auf die nächsten hundert Jahre Skateboarding im hohen Norden und wünschen viel Spaß beim gucken des NDR Fernsehberichts.

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Als-das-Skateboard-nach-Hamburg-kam,skateboard246.html

https://www.facebook.com/robert.wolff.9279

 

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