Anti-Doping

Doping beim Skaten – gibt’s das überhaupt? 

Ja das gibt es, wenn Skateboarder im Training oder bei Wettkämpfen Substanzen konsumieren, die auf den gültigen Verbotslisten stehen. Alle verbotenen Substanzen sind der aktuellen Liste für 2020 aufgeführt

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In der Skateboardszene wird Doping vor allem unter der Fragestellung diskutiert, wie es mit allen Cannabisprodukten aussieht. Ein Blick in den Verbotskatalog zeigt, Cannabisprodukte sind im Wettkampf immer verboten, im Training außerhalb von Wettkämpfen stellt der Konsum keinen Dopingverstoß dar.  Cannabidiol (CBD) gehört nicht zu den verbotenen Stoffen. Nach Erfahrungen der Sportmediziner geht vom Cannabiskonsum vermutlich keine direkte leistungssteigernde Wirkung aus, doch neben erhöhter Risikobereitschaft beruhigt und entspannt es. Erhöhte Risikobereitschaft kann zu einer Leistungsverbesserung führen, was wiederum mit Doping gleichgesetzt wird.

Da die Abbauprodukte von THC im Urin lange nachweisbar sind, hat die WADA 2013 einen neuen Grenzwert festgelegt, bis zu dem angenommen wird, dass der Sportler vor dem Wettkampf konsumiert hat. Wird der Grenzwert bei einer Urinprobe im Wettkampf überschritten, geht man davon aus, dass der Sportler/die Sportlerin während des Wettkampfes Cannabis zu sich genommen hat. Die Folge: eine mehrjährige Sperre für alle offiziellen Wettkämpfe. Der Abbauprozess von THC geht individuell sehr unterschiedlich schnell von statten. Erst nach mehreren Wochen kann eine Person sicher sein, dass bei einem Test im Wettkampf die Nachweisgrenze von THC-Produkten nicht mehr erreicht wird.

Neben Cannabisprodukten können aber auch Medikamentenzusätze unter das Dopingverbot fallen, daher muss jeder darauf achten nicht versehentlich auf diesem Weg verbotene Substanzen zu sich zu nehmen: Medikamentendatenbank:  http://www.nada.de/de/medizin/nadamed/

Die NADAmed Medikamenten-Datenbank soll es Sportlern und Betreuern ermöglichen, eine leicht zugängliche und schnelle Auskunft über die Dopingrelevanz von Medikamenten zu erhalten. Die Datenbank enthält einer Auswahl häufig verschriebener  oder angefragter Medikamente, die in Deutschland als Arzneimittel zugelassen oder als homöopathisches Arzneimittel registriert sind. Medikamente aus anderen Ländern sind nicht aufgeführt.

Wir alle sind einem sauberen und doping-freien Skateboardsport verpflichtet. Prävention ist die Basis dieses Anti-Doping-Konzeptes und die Aufklärung der Skateboarder über verbotene Substanzen und Methoden von Anfang an ist ein wichtiges Anliegen der Trainer und Betreuer.
Sämtliche Skateboarder im Team Deutschland und die TrainerInnen haben sich mit der Anti-Doping-Ordnung von Deutschen Inline und Rollsport Verband (DRIV) und somit dem nationalen Anti-Doping-Code für einen sauberen und fairen Sport verpflichtet. Diese sind zusammenfassend in der Anti-Doping Ordnung des DRIV dargestellt

Weitere Informationen zum Thema Anti-Doping finden sich unter folgenden Links:

http://athleten.gemeinsam-gegen-doping.de/de/home/  (Athletenplattform mit wichtigen Erklärungen usw.)

http://athleten.gemeinsam-gegen-doping.de/de/mediathek/  (u.a. Videos zum Ablauf einer Urinkontrolle)

Alle Skaterinnen und Skater, die an offiziellen Deutschen Meisterschaften teilnehmen wollen, müssen vorher die Anti-Doping-Erklärung und die Schiedsvereinbarung unterschreiben. Damit erklären sie sich einverstanden mit den nationalen und internationalen Regeln, die für alle Sportarten gelten.  Die jeweils aktuellsten Dokumente gibt es auf der Web-Seite des DRIV.

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