Skateboarding und offene Jugendarbeit in Trujillo, Peru

Allgemein, Feature| Views: 342

Aus Peru erreichte uns eine E-Mail von Felix Weiß.

“Skateboarding can do wonderful things” das wissen wir alle.

Leider zu oft haben Organisationen wie „Otra Cosa Network“  mit allen möglichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Daher geben wir Felix´ Meldung hier wieder. Eventuell kann ja jemand helfen oder hat Interesse Kontakt aufzunehmen und mitzuarbeiten:

Mein Name ist Felix Weiß, aufgewachsen im Frankfurt der 90er, an der Hauptwache meine Runden gedreht und unten in der B-Ebene OJs und Etnies bei Titus gekauft – way back. Mittlerweile in der Koordination einer kleinen britisch-peruanischen non-profit NGO im Norden von Peru.

„Otra Cosa Network“ – OCN – arbeitet in Huanchaco/Trujillo im Bereich Bildung und Gemeindeentwicklung. Wir organisieren durch Freiwillige den Englischunterricht an drei lokalen Grundschulen, bieten Umwelterziehung an und unterhalten zwei Orte für offene Jugendarbeit. Einer dieser Orte, „la rampa“ ist eine kleine skate ramp und seit nunmehr 10 Jahren ein Kernprojekt von OCN. La rampa befindet sich in Cerrito de la Vigen, einem abgelegenen Ortsteil, mit prekären Lebensbedingungen für die Kinder/Jugendlichen und ihre Familien. Es gibt kein Abwasser, kaum Anschluss an fließend Wasser und leider keinen sicheren Ort für Freizeitgestaltung.

La rampa ist Teil unseres HELP Youth-Programms und während viele der Kids einfach zum skaten kommen, ist es außerdem ein Ort wo Nachhilfeunterricht gegeben, ein offenes Ohr gefunden wird oder einfach gebastelt und gespielt werden darf. Ein sicherer Ort und typische offene Jugendarbeit eben, die hier gut angenommen wird, mittlerweile ein integraler Bestandteil des Viertels und vor allem dringend notwendig ist. Vom pädagogischen Wert der Sache und des Sports muss ich euch natürlich nichts erzählen.

La rampa wurde damals mit Hilfe von Freiwilligen und Spenden auf einem Privatgrundstück gebaut, das uns die Besitzer bis Juni 2020 für eine symbolische Miete zur Verfügung gestellt haben. Der Vertrag läuft nun also aus und nachdem es Überlegungen und Verhandlungen gab, das Grundstück zu kaufen und la rampa weiter am Leben zu erhalten, sind diese an den unverhältnismäßigen Vorstellungen der Besitzer gescheitert. Nun haben wir für ca. 8000 Euro ein 300m² großes Grundstück in der Nähe erworben und starten von vorne.

Bei diesem Neustart sind wir auf Unterstützung angewiesen, denn tatsächlich blieben uns im Moment gerade einmal 2,500 Euro für die Bebauung. Wir wollen neben einer neuen Rampe auch wieder ein kleines Gebäude mit einem Unterrichtsraum, einem Abstellraum/Bücherei und – endlich – einer Toilette errichten. Wir hatten in der Vergangenheit Unterstützung und konnten gerade vor ein paar Monaten neue Decks und Gzuck-Trucks kaufen aber im Moment sehen wir leider mit Ungewissheit in die Zukunft. Concrete Jungle Fundation zum Beisiel, die bereits ein Projekt in Trujillo unterstützen, würden uns mit Manpower und Know-How zur Seite stehen, allerdings müssten wir die Kosten von 8.000 Dollar – ihre Rechnung – dafür selber tragen und damit wäre noch kein Sack Zement bezahlt. Das Geld haben wir nicht. Skate Aid wurde auch schon angeschrieben, aber leider haben wir nichts gehört. Also geht es nun an die Basis.

Uns fehlen ca. 3000-4000 Euro und vor allem Know-How. Wir brauchen Fachkundige, die uns bei der Teilfinanzierung, Design und Ausführung zur Seite stehen. Spenden, Spendenaufrufe, Awareness, Kampagnen und Menschen die mit anpacken, all das brauchen wir. Ich würde mich freuen mit euch zu sprechen und Möglichkeiten zu erörtern, wie ihr aus Deutschland dieses kleine und wichtige Projekt am anderen Ende der Welt fördern und unterstützen könnt.

Bis dahin verbleibe ich mit sonnigen Grüßen aus Huanchaco,

Felix Weiß

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